Drunken Animals

Drunken Animals

Wenn Rentiere headbangen, Schafe und Wallabies wild im Kreis hüpfen, Bären rücklings und benommen in einem flachen Loch liegen oder Delfine an Kugelfischen schnüffeln – dann ist in der Tierwelt Partytime.

Schon als Kind konnten wir im Filmklassiker "Die lustige Welt der Tiere“ beobachten, wie sich Elefanten an vergorenen Früchten berauschen. Dass es aber noch weitaus kreativere Formen des „Drogenkonsums“ im Tierreich gibt, dürfte dem ein oder anderen neu sein. 

Schafe und Wallabies wurden beobachtet, wie sie sich – immer wieder - über Schlafmohn hermachen. Im Opium und Morphin-Rausch hüpfen die Tiere im Kreis. Und obwohl die legalen Mohnfelder gut eingezäunt sind, setzen die Wallabies jeden Trick ein, um über die Zäune zu hüpfen und an ihren geliebten Stoff zu kommen.

Im russischen Kronotsk-Reservat stecken Bären ihre Nasen in leere Kerosin- und Benzinkanister, im sich vom Geruch betören zu lassen. Der Fotograf Igor Shpilenok hat beobachtet und fotografiert, wie sie ein regelrechtes Suchtverhalten an den Tag legen. Sie klauen die Fässer nicht nur, sie warten sogar auf landende Hubschrauber in der Hoffnung etwas von dem herantropfenden Kerosin abzubekommen. Wenn nach Erfolg der Rausch einsetzt, graben sie ein flaches Loch, legen sich rücklings hinein, strecken alle Viere von sich und ... genießen den Zustand.

Große Tümmler setzen dem Ganzen aber die Krone auf. Sie schnappen sich einen Kugelfisch, ärgern ihn solange, bis er das hochgiftige Nervengift Tetrodoxin abgibt und kauen dann leicht auf ihm rum. Die „Junkies“ reichen den Kugelfisch im Kreis wie einen Joint weiter und treiben letztendlich in einem trance-ähnlichen Zustand an die Oberfläche - Zeit für den Kugelfisch das Weite zu suchen!

Rentiere graben im Winter gezielt Fliegenpilze aus, um sich von den psychoaktiven Substanzen berauschen zu lassen. Sie suchen die Stellen immer wieder auf, was darauf hindeutet, dass sie sich diesem Rausch ganz gezielt aussetzen. Tritt die Wirkung ein, tappsen sie unbeholfen umher und „wackeln" mit dem Kopf, wie ein Headbanger beim Metal-Konzert.

Die meisten "Drogenparties" im Tierreich lassen also darauf schließen, dass die Tiere dies bewusst tun. Denn das wiederholte Aufsuchen der „Drogen-Quelle“ zeigt, dass das Tier durch den Genuss einen bestimmten Zustand erreichen möchte. Und das immer wieder.

In unserer YouTube Playlist „Drunken Animals“ haben wir für euch die besten Videos zusammengepackt:

Drunken Animals YouTube Playlist
 

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